Tierfreundliche Wolfsabwehr
Schutz für Schaf und Schäfer: DBU fördert System das tierfreundliche Wolfsabwehr verspricht.
Osnabrück, 13. Juli 2026. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 125.000 Euro geförderte Startup Pax Lupus aus Wismar hat nach eigenen Angaben ein autonomes System entwickelt, das in freier Natur Wolfs- und Herdenschutz zugleich ermöglicht: Eine mobile Anlage vertreibt Wölfe mit Drohnen, ohne die Tiere zu schädigen.
Das Herdenschutzsystem von Pax Lupus soll autonom und netzunabhängig arbeiten. Der Nutztierhalter stellt das Gerät inklusive Mast mit Kameras und Sensoren in der Mitte der Weide auf. Strom kommt von einem Solarmodul. In einem Radius von bis zu 200 Metern überwachen die Kameras Tag und Nacht die Weide und erkennen, wenn sich ein Wolf nähert.
Langfristig soll die Erkennung auch über Bewegungsmuster erfolgen. Nähert sich ein Wolf, würden nach und nach unterschiedliche Abwehrstufen aktiviert. Zunächst steigt aus der Basisstation eine kleine Drohne auf und fliegt den Wolf gezielt an. Sollte er im Außenbereich der Weide verbleiben, fliegt sie erste Abwehrmanöver. Beim Vordringen auf die Weide folgen weitere Abwehrmaßnahmen durch die Drohne, die den Wolf vertreiben sollen. Bei verfügbarer Netzabdeckung erhalten die Nutztierhalterinnen und -halter eine Nachricht über die Vorfälle.
„Die Lage der Nutztierhaltung ist ernst zu nehmen.“
Die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland sei aus Artenschutzperspektive positiv, benötige jedoch ein funktionierendes Management, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Es komme auf Schutzmechanismen für das Nebeneinander von Wild- und Nutztieren an, die sich praktisch und wirtschaftlich umsetzen lassen. Bonde: „Die Lage der Nutztierhaltung ist ernst zu nehmen. Eine zukunftsfähige Land- und Weidewirtschaft muss mit Wildtieren umgehen, hat gleichzeitig aber auch den Herdenschutz im Blick.“
Ein Ansatz, den das Pax Lupus-Gründungsduo Anna-Karina Katt und Karsten Schmiegel unterstützen will. Deren autonomes Herdenschutzsystem zur nicht-tödlichen Abwehr von Wolfsrudeln arbeitet auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI). Das System soll erkennen, bewerten und reagieren, damit die Schafe sicher sind, die Schäferinnen und Schäfer entlastet werden und ein unnötiger Abschuss der Wölfe vermieden wird.“ Nach Katts Worten soll die entwickelte Technik zuverlässig Wölfe von anderen Tieren oder von Menschen unterscheiden.
Mit der Green Startup-Förderung unterstützt die DBU Gründerinnen und Gründer, die auf innovative und wirtschaftlich tragfähige Weise Lösungen für Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit entwickeln. Mehr Informationen gibt es hier.
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Der Text ist eine gekürzte und redigierte Pressemitteilung der DBU.
Die DBU bei Waldfreund.in.
Foto: © Pax Lupus GbR
