(Rest-) Hambi gerettet

(Rest-) Hambi gerettet

9. Juli 2026 Aus Von waldreporter

Dauerhafter Schutz für den Hambi: Mit breiter Allianz den Rest vom Hambacher Wald gerettet

Düsseldorf, 9. Juli 2026. Der dauerhafte Erhalt des Hambacher Waldes und seine ökologische Vernetzung sind geklärt. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Ministerien, Kommunen der Region, der RWE Power AG, Vertretern des Naturschutzes und der Landwirtschaft hat ein umfassendes Konzept erarbeitet.

Demnach wollen die Beteiligten die Waldflächen unter Schutz stellen und in öffentliches Eigentum überführen. Der Hambacher Wald selbst wird ein Wildnisentwicklungsgebiet und die benachbarten Waldflächen werden durch breite neue Waldkorridore vernetzt. Der Plan ist, die Eckpunkte bis Ende 2026 zu konkretisieren und in einem verbindlichen, öffentlich-rechtlichen Vertrag zu fixieren. Um die Lebensräume zu verbinden, entstehen zwei Waldverbundkorridore. Ein Korridor verknüpft den Hambacher Wald mit der Steinheide. Der andere Korridor verbindet den Hambacher Wald mit dem Merzenicher Erbwald.

„Klare Perspektiven“

„Mit dieser Entscheidung schaffen wir eine klare Perspektive. Durch die Vernetzung der drei Wälder verbinden wir wertvolle Lebensräume und ermöglichen Tier- und Pflanzenarten, sich auszubreiten. Das ist Strukturwandel, der ökologische Verantwortung ernst nimmt“, sagt die für den Wald in NRW zuständige Ministerin Silke Gorißen.

Der Hambacher Wald im Rheinischen Revier zwischen Köln und Aachen zählt zu den bekanntesten Waldgebieten Deutschlands. Er besitzt eine hohe ökologische Bedeutung, beherbergt seltene Tier- und Pflanzenarten und gilt als wertvoller Lebensraum für zahlreiche geschützte Arten. Von ursprünglich 4000 Hektar sind allerdings nur noch rund 500 übrig.

 

_____________________
Der Text ist eine gekürzte und redigierte Pressemitteilung des Umweltministeriums NRW.
Hier die vollständige Version mit Statements aller Beteiligten.
Hambi bei Waldfreund.in.

Foto: © MUNV NRW/ Andrea Bowinkelmann