Gegen Privatjets in Hamburg

Gegen Privatjets in Hamburg

20. Juli 2026 Aus Von waldreporter

Waldschutz kontra Flugverkehr – Robin Wood u.a. wollen Privatjets in Hamburg verhindern.

Hamburg, 20. Juli 2026. Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener Umweltgruppen, darunter der Waldschutzorganisation Robin Wood, haben in Hamburg gegen den privaten Flugverkehr demonstriert. Unter dem Motto „Für ein Hamburg ohne Privatjets!“ wandten sie sich an den Wirtschaftsausschusses der Bürgerschaft.
Die Umweltschützer übergaben dessen Mitglieder einen von Stay Grounded, dem NABU Hamburg, Exctinction Rebellion und Greenpeace Deutschland unterstützten offenen Brief für ein Verbot von Privatjets am Hamburger Flughafen.

Bereits jetzt ist bekannt, dass die Emissionen der Hansestadt im Vergleich zum Vorjahr nicht gesunken, sondern um 2,6 Prozent gestiegen sind. Laut der Bilanz für 2024 entfiel dabei fast ein Drittel der CO₂-Emissionen auf den Verkehrssektor. Doch beim Flugverkehr setzt der Hamburger Senat weiterhin auf Wachstum.

Dabei ist Fliegen, so die Umweltschützer, die klimaschädlichste Form der Mobilität. Dies gelte erst recht für Flüge mit Privatflugzeugen. Davon profitiere nur eine sehr kleine Gruppe reicher Menschen auf Kosten der Allgemeinheit.
Ein durchschnittlicher Flug mit einem europäischen Privatjet verursacht laut einer Studie von CE Delft 5,9 Tonnen CO₂. Das ist so viel, als würde man 16-mal mit einem durchschnittlichen Dieselauto von Rom nach Paris fahren. Nach Frankfurt und Berlin ist Hamburg der Flughafen mit den meisten Privatjetabflügen deutschlandweit.

Sozialer, klimagerechter

„Hamburg kann’s besser: Statt ein Knotenpunkt für Luxusflüge zu sein, sollte der Hamburger Senat dem Willen der Bürgerinnen und Bürger folgen. Das heißt, die Stadt durch ein Privatjetverbot sozialer und klimagerechter machen“, fordert Robin-Wood-Flugverkehrsexpertin Merle Riebandt. „Als Mehrheitseigentümerin des Flughafens hat die Stadt einen wichtigen Hebel in der Hand. Den sollte sie auch nutzen.“

Die rot-grüne Regierung in Hamburg könne sich damit profilieren, den Klimaschutz für alle über den Luxus weniger Superreicher zu stellen. In Amsterdam haben die Verantwortlichen nach Umweltprotesten 2022 ein Privatjetverbot auf den Weg gebracht. Das hat der zuständige Infrastrukturminister Barry Madlener allerdings kurz darauf wieder gekippt.

In Berlin haben Bündnis 90/Die Grünen die Forderung nach einem Privatjet-Verbot am Flughafen BER in ihr Programm für die Wahl zum neuen Abgeordnetenhaus im September aufgenommen.

 

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Der Text ist eine redigierte Pressemitteilung von Robin Wood.
Mehr über Robin Wood bei Waldfreund.in.

Anmerkung von Waldfreund.in: Waldschäden entstehen durch die Erderwärmung. Ursache dafür ist der übermäßige CO₂-Eintrag in die Atmosphäre, vom dem ein Großteil zu Lasten von eher reicheren Menschen geht. Weitere Zusammenhänge hier.

Foto: Robin Wood