Waldbrände als Herausforderung: Vorsorge komplexes Zusammenspiel

Waldbrände als Herausforderung: Vorsorge komplexes Zusammenspiel

21. September 2026 Aus Von waldreporter

Waldumbau, Waldbrandmonitoring, Früherkennung, Wasserrückhalt, Infrastruktur – komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren soll laut Forstwirtschaftsrat Waldbrände verhindern.

Berlin, 21. September 2026 – Die Waldbrände im Westen Deutschlands haben erneut gezeigt, so der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR), wie wichtig das Engagement der Menschen vor Ort ist. DFWR-Präsident Christian Haase dankte allen Einsatzkräften und den freiwilligen Helferinnen und Helfern. Also allen, die bei der Bekämpfung der Brände und zum Schutz der Bevölkerung im Einsatz sind. „Die Einsatzkräfte vor Ort leisten unter teilweise extremen Bedingungen hervorragende Arbeit. Die Dynamik und Geschwindigkeit, mit der sich Brände entwickeln können, stellen jedoch auch bewährte Einsatzstrukturen vor enorme Herausforderungen“, so Haase.

Die Ereignisse würden zugleich zeigen, dass sich die Bedingungen für die Wälder in Deutschland verändern. Der Klimawandel schreitet schneller voran, als der Waldumbau und schneller als die natürliche Anpassung der Waldökosysteme. Deutschland müsse deshalb davon ausgehen, dass Waldbrände künftig häufiger auftreten, so der DFWR. Menschliches Handeln ist Ursache fast aller Waldbrände. Daher bleiben Aufklärung und die Beachtung bestehender Risikohinweise entscheidend. Weiter sei es nötig, Waldbrandmonitoring und Früherkennung auszubauen.

Waldumbau langfristige Aufgabe

Waldumbau sei eine zentrale langfristige Anpassungsaufgabe. Klimaangepasste Wälder müssen standortgerecht, artenreich und strukturreich sein und unterschiedliche Altersstufen verbinden. Vielerorts kann dies über natürliche Verjüngung erfolgen. Überhöhte Wildbestände seien zu vermeiden. Da Waldumbau und Wiederbewaldung Jahrzehnte dauern, bleiben insbesondere Kalamitäts- und Wiederbewaldungsflächen über längere Zeiträume besonders sensibel.

Zur Vorsorge gehöre auch ein stärkerer Wasserrückhalt im Wald. Alte Entwässerungsstrukturen müssten einem sinnvollen Wasserrückhalt weichen. Viele Waldbesitzer sind bereit, entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Geeignete Förderangebote können diese Entwicklung unterstützen. Darüber hinaus braucht es eine leistungsfähige Waldbrandinfrastruktur mit befahrbaren Forstwegen, Löschwasserentnahmestellen und gut ausgebildeten Einsatzkräften. „Waldbrandvorsorge und Waldbrandbekämpfung sind eine komplexe Aufgabe. Waldumbau, Monitoring und Früherkennung, angepasste Waldstrukturen, Wasserrückhalt, Infrastruktur und gut ausgebildete Einsatzkräfte müssen ineinandergreifen“, so Haase.

 

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Der Text ist eine gekürzte und redigierte Pressemitteilung des DFWR.
Der DFWR bei Waldfreund.in.

Foto: © Alexander Hauk / alexander-hauk.de von pixelio.de