Schutz vor Trockenheit und Hochwasser

Schutz vor Trockenheit und Hochwasser

23. Oktober 2026 Aus Von waldreporter

Naturpark Soonwald-Nahe: DBU fördert Schwammregion, die vor Trockenheit und Hochwasser schützen soll.

Osnabrück, 23. Oktober 2026. Die Hochschule Geisenheim will im Naturpark Soonwald-Nahe (Rheinland-Pfalz) einen effektiven Schutz gegen die Klimawandelfolgen schaffen: Das Waldgebiet soll künftig große Mengen Wasser aufnehmen und es in trockenen Zeiten länger in der Landschaft halten. Die Fachleute nennen das eine „Schwammregion“. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt mit rund 175.000 Euro.

Es gelte, die Widerstandskraft gegen die Folgen des Klimawandels zu erhöhen. Das sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Hinzu komme, die Menschen vor Ort von notwendigen Maßnahmen zu überzeugen. „Denn manchmal sind Anpassungen erforderlich, damit Natur gegen Klimaveränderungen robust wird“, so Bonde. Das sichere die Lebensgrundlage von Kommunen und ermögliche den langfristigen Erhalt mittelständischer Forst- und Landwirtschaft.

Das Projekt im Soonwald steht unter Leitung von Projektmanagerin Jenny Eckes, Dr. Jörn Schultheiß und Prof. Dr. Eckhard Jedicke. „Ein Leitfaden listet erfolgreiche Beispiele für Wasserrückhalt auf. Außerdem helfen wir Betrieben aus Forst- und Landwirtschaft bei der Realisierung neuer Maßnahmen,“ sagt Jenny Eckes. Das Ziel: Wälder und Felder sollen bei Starkregen möglichst viel Wasser aufnehmen und bei Trockenheit kontrolliert wieder in die Landschaft abgeben.

Dies Projekt als Startschuss

Eckes zufolge besitzt die Region Soonwald-Nahe aufgrund jahrhundertelanger menschlicher Eingriffe derzeit nur geringes Potenzial, um Wasser in der Landschaft zu halten. Unter anderem wegen Entwässerungsgräben an Feldern und im Wald. Das macht die Region anfällig bei Extremwetter mit Trockenheit, bei starker Hitze oder Überschwemmungen bei Regen.

Laut DBU-Referentin Dr. Sina Volz hat das Projekt im Naturpark Soonwald-Nahe Vorbildcharakter. „Die im Leitfaden gesammelten Maßnahmen lassen sich mit regionalen Anpassungen gut auf andere deutsche und europäische Gebiete übertragen.“ Das Projekt im Naturpark Soonwald-Nahe versteht die DBU als Startschuss: „Das während der Projektlaufzeit entstehende Netzwerk soll noch lange nach Ende der Förderung aktiv sein. Es soll den Menschen beim langfristigen Aufbau der Schwammregion helfen“, so Volz.

Aktuell will auch die neue Ausstellung Mission Aqua in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wichtige Ansätze vermitteln, um Wasser in der Landschaft zu halten – darunter Schwammstadt und Schwammregion. Jung und Alt können interaktiv und spielerisch alles Wissenswerte über die Zukunft der lebenswichtigen Ressource Wasser lernen. Mehr Informationen unter www.missionaqua.org.

 

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Der Text ist eine gekürzte und redigierte Pressemitteilung der DBU.
Mehr zu diesem Thema bei Waldfreund.in.

Foto: Schutz vor Geröll und Schlamm: Freiwillige des Bergwaldprojekts haben im Naturpark Soonwald-Nahe Holzkästen zum Erosionsschutz errichtet. Bei starkem Regen sind die Gebiete unterhalb des Hangs nun besser gegen herabstürzendes Gestein und Wassermassen abgesichert. / © Jenny Eckes