Säge- und Holzindustrie unter Druck
Die deutsche Säge- und Holzindustrie klagt über hohe Kosten, schwache Konjunktur und den Druck der Märkte.
Berlin, 17. August 2026 – Die deutsche Säge- und Holzindustrie bezeichnet ihre wirtschaftliche Situation weiterhin als „angespannt“. Die Unternehmen sehen sich durch eine schwache Baukonjunktur, die globale Wirtschafts- und Absatzkrise, hohe Rohstoff- und Produktionskosten sowie zunehmender Kostendruck „erheblich“ belastet.
Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH) warnt vor einer weiteren Verschlechterung der Lage. Viele Betriebe sehen sich in den nächsten Wochen gezwungen, ihre Produktionskapazitäten zurückzufahren und geplante Revisionszeiten auszuweiten. Trotz wohlklingender Versprechen aus der Politik, sei die erhoffte Belebung der heimischen Bauwirtschaft bislang ausgeblieben. Auch auf den wichtigen Exportmärkten bleibe die Nachfrage nach Bauholz durch weltpolitische Krisen und weltweite Konjunkturflaute verhalten. Gleichzeitig belasten anhaltend hohe Kosten für Rohstoffe, Energie und Produktion die Unternehmen der Säge- und Holzindustrie. Im europäischen Wettbewerb geraten insbesondere deutsche Standorte dadurch zunehmend ins Hintertreffen.
Wettbewerbsdruck
Zudem sehen sich die heimischen Unternehmen einem wachsenden Wettbewerbsdruck im In- und Ausland ausgesetzt. Die Folgen seien bereits deutlich spürbar, so der DeSH. Zahlreiche Unternehmen würden mit einer Verlängerung ihrer Werksrevisionen oder einer Reduzierung der Produktion reagieren. Ohne eine spürbare Erholung der Absatzmärkte und Entlastung bei Produktionskosten drohen erhebliche Einschnitte bei der Produktion der Betriebe, die zu Kurzarbeit und weiterem Stellenabbau führen.
Bauholz
Diese Entwicklung gefährde nach Ansicht des DeSH die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Säge- und Holzindustrie und damit auch einen wichtigen Teil der industriellen Wertschöpfung in Deutschland. Denn die Säge- und Holzindustrie schafft die Grundlage dafür , dass das Holz aus dem Wald zu Bauholz verarbeitet und von hunderttausenden Unternehmen verbaut werden kann.
Die Herstellung von Holzpellets aus Reststoffen, erneuerbare Wärme und Strom sichere zudem eine heimische und unabhängige Energieversorgung. Neben ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung nehme die Säge- und Holzindustrie damit auch eine zentrale strukturpolitische Rolle für die gesamte Wertschöpfungskette Wald und Holz ein.
Aus Sicht des Verbandes brauche es deshalb verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die den Industriestandort Deutschland stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Säge- und Holzindustrie nachhaltig sichern.
Dazuwürden eine wettbewerbsfähige Energie- und Rohstoffversorgung, weniger Bürokratie sowie Investitionsanreize für die Bauwirtschaft und den klimafreundlichen Holzbau gehören. Der DeSH appelliert daher an die Politik, dem schleichenden Kapazitätsabbau entgegenzuwirken. Dies sichere Investitionen, Arbeitsplätze und die Versorgung mit dem heimischen Rohstoff Holz.
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Der Text ist eine redigierte Pressemitteilung der DeSH. Zum Original…
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Foto: © DeSH
