Besser wirtschaften im Kleinprivatwald

Besser wirtschaften im Kleinprivatwald

1. Oktober 2026 Aus Von waldreporter

Standortgerechtes wirtschaften fällt Besitzenden eines Kleinwaldes oft schwer – so sollen Datengrundlage und Beratung besser werden.

Gülzow-Prüzen, 1. Oktober 2026. Rund 97 Prozent der privaten Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer in Deutschland verfügen über weniger als 20 Hektar Wald. Gerade in diesem kleinteilig strukturierten Privatwald drohen praktisches Wissen der Waldbewirtschaftung und der Zugang zu Standortinformationen verloren zu gehen. Beispielsweise durch Generationenwechsel, fehlende fachliche Anbindung oder eine nur noch gelegentliche Nutzung der Waldflächen.

Jetzt haben mehrere forstliche Forschungseinrichtungen und Praxispartner das Verbundprojekt „Standortgerechtes Waldmanagement im Kleinprivatwald“ überarbeitet. Es geht um Klima, Nährstoffe und den Wasserhaushalt. Die Partner überarbeiteten forstliche Standortdaten, erweiterten sie und bereiteten sie digital auf.

Ziel des länderübergreifenden Vorhabens war es, die forstliche Beratung im Kleinprivatwald zu verbessern. Bei dieser Gelegenheit flossen neue Erkenntnisse ein:
– zur standortgerechten Baumartenwahl
– zu Nährstoffansprüchen von Baumarten
– zur nährstoffnachhaltigen Holzernte
– zum Wasserhaushalt

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) förderte das Projekt über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR).

Im Mittelpunkt stand die Weiterentwicklung forstlicher Standortinformationen unter den Bedingungen der Klimakrise. Damit vollzieht sich in der forstlichen Standortkunde ein grundlegender Wandel: Standort- und Baumarteneignungen werden nicht mehr als starr angesehen, sondern dynamisch.

Das Verbundprojekt entwickelte digitale und von einem Geoinformationssystem gestützte Informationen zu Wasserhaushalt, Nährstoffversorgung, Trockenstressrisiken, Anbaurisiken und Baumarteneignung. Die Projektpartner haben die Methoden in Modellregionen erarbeitet und für eine breite Anwendung aufbereitet.

Der Abschlussbericht des Projekts steht hier zum Download.

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Der Text ist eine gekürzte und redigierte Pressemitteilung der FNR.
Die FNR bei Waldfreund.in.

Foto: © Matthias Horbelt / FNR