Ostbayern: Gesundheit wächst im Wald
Kur- und Heilwälder in Ostbayern – Wald als Universum für Sinne und Gesundheit
Regensburg, 22. April 2026. Der Wald ist ein Universum für die Sinne und für die Gesundheit. Immer mehr Menschen finden bei gezielten therapeutischen Aktivitäten im Wald innere Ruhe und Ausgleich. Besonders Heil- und Kurwälder sind dafür ausgerichtet. In Bad Füssing, Bad Birnbach, Bad Kötzting und Bad Neualbenreuth geht Waldgesundheit einher mit klassischen Heil- und Erholungsangeboten.
Wer einen Wald betritt, spürt eine Veränderung. Die Luft wird weicher, kühler, riecht nach Moos und Harz, Vögel zwitschern, Blätter rauschen und unter den Füßen federt der Waldboden. Und dann geschieht es von allein: Die Schultern sinken herab. Der Atem wird tiefer. Der Wald umfängt die Sinne. Was nach poetischer Schwärmerei klingt, ist längst wissenschaftlich belegt und zu einer gezielten Gesundheitsleistung geworden. Der Wald ist in den bayerischen Heilbädern mehr als nur ein Erholungsraum. Er ist Teil einer nachhaltigen Gesundheitsstrategie und macht den Wald zum Therapieraum.
Shinrin Yoku in Japan
In Ostbayern gibt es vier Orte, die den Wald professionell als Gesundheitsraum erschlossen haben: Bad Füssing bietet einen zertifizierten Kur- und Heilwald für achtsame Erholung, auch Bad Kötzting hat einen Kur- und Heilwald etabliert, der gezielt therapeutische Angebote ermöglicht, Bad Birnbach setzt auf Waldtherapie im Kurwald als Teil seines Gesundheitskonzepts, und Bad Neualbenreuth verbindet Kurwald-Erlebnisse mit der besonderen Atmosphäre des Steinwaldes.
In Japan kennt man diese Form der Naturtherapie seit Jahrzehnten unter dem Namen Shinrin Yoku. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind eindeutig: Das bewusste Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes senkt nachweislich Stresshormone, stabilisiert Puls und Blutdruck, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und stärkt das Immunsystem. Auch Schlafqualität und Stoffwechsel profitieren davon. Dass der Wald guttut, wussten unsere Vorfahren instinktiv. Heute lässt sich dies messen und gezielt nutzen.
Barfuß über Moos
Beim Waldgesundheitstraining mit zertifizierten Trainern und Therapeuten verlassen Teilnehmende bewusst die ausgetretenen Pfade. Barfuß über Moos gehen, Rinde mit geschlossenen Augen ertasten, tief den würzigen Duft der Nadeln einatmen – dort heißt es verweilen statt vorbeieilen, lauschen statt überhören. Die Angebote reichen vom Schnupperwaldbaden über Achtsamkeitsübungen und Waldmeditation bis zu Autogenem Training unter dem Blätterdach. Sanfte Bewegungsformen, Atemarbeit und gezielte Wahrnehmungsschulung helfen, im Moment anzukommen.
Der Wald ist ein Raum für Gesundheitsprävention und Therapie. Chronischer Dauerstress löst sich im Grün der Umgebung auf, das zur Kraftquelle für Körper und Geist wird. Wer sich die Zeit nimmt, sich auf die Wirkung des Waldes einzulassen, ist auf dem besten Weg zu mehr Gesundheit, Achtsamkeit und innerer Ruhe. In Ostbayern ist dieser Weg professionell aufbereitet, zertifiziert begleitet und mitten in einer Landschaft zu finden, die selbst schon Therapie ist.
Der hier leicht redigierte Text von Ulrike Eberl-Walter erschien als Pressemitteilung auf der Webseite von Ostbayern Tourismus. Zum Original mit den Angeboten im einzelnen geht es hier.
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Foto: © Tourismusverband Ostbayern/Thomas Linkel
