Dürre: Wälder welken früher
Bäume und Wälder welken dürrebedingt bereits im Spätsommer – was laut SDW zu tun ist.
Bonn, 31. August 2026. In vielen Regionen Deutschlands waren die Niederschläge in den vergangenen Monaten sehr gering. In ganz Deutschland regieren Dürre und Trockenheit. Dies führt unter anderem zu einer hohen Waldbrandgefahr und zu örtlicher Wasserknappheit. Vorausschauende Maßnahmen können nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) schlimme Folgen für die Menschen und das Ökosystem Wald vermindern.
Für Bäume ist das Trockenstress. Keine Ausnahme, sondern zukünftig die Regel, so die SDW. „Wir müssen unsere Wälder darauf vorbereiten und alles daran setzen, das Wasser im Wald zu halten. Und wir brauchen mehr Klimaschutz und nicht weniger”, sagt Christoph Rullmann, Geschäftsführer des SDW-Bundesverbands.
Deswegen formuliert die SDW konkrete Maßnahmen, wie wir der Trockenheit in unseren Wäldern begegnen können:
Gegenmaßnahmen von Gesellschaft und Politik
• Wälder klimaresilient umbauen: Artenreiche standortangepasste Mischwälder fördern, denn diese sind widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Schädlinge und Waldbrände.
• Moore und Feuchtgebiete renaturieren: Moore speichern große Mengen Wasser und Kohlenstoff. Ihre Wiedervernässung wirkt gleichzeitig gegen Dürre und den Klimawandel.
• Schwammgebiete schaffen: Dem Wasser das Versickern im Wald und den angrenzenden Gebieten ermöglichen. Gehölze auf Feldern und in Städten ermöglichen das Auffüllen des Grundrundwasserreservoirs und kühlen die Umgebung.
• Agroforstsysteme umsetzen: Humus, Verdunstungsschutz, strukturreiche Landschaften verbessern die Bodenfruchtbarkeit, verringern den Wasserverbrauch und erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit in der Landwirtschaft
• Frühwarnsysteme ausbauen: Moderne Technik hilft dabei, Waldbrände und Dürren schneller zu erkennen und zu bekämpfen.
• Städte begrünen: Alleen und Gehölze in Parkanlagen spenden Schatten, kühlen Städte und halten dort die noch vorhandene Feuchtigkeit.
Gegenmaßnahmen von einzelnen Bürgerinnen und Bürgern:
• Waldbrände verhindern: Kein offenes Feuer im Wald, keine Zigaretten wegwerfen und Fahrzeuge nicht im Wald abstellen.
• Ökologischen Fußabdruck reduzieren: Energie sparen, nachhaltige Energieträger verwenden, öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad nutzen. Dadurch wird die Erwärmung nicht beschleunigt.
• Naturnahe Gärten gestalten: Steingärten vermeiden und Bäume integrieren. Begrünte Flächen speichern Wasser und kühlen ihre Umgebung.
• Nachhaltig konsumieren: Regionale und saisonale Lebensmittel kaufen sowie Lebensmittelverschwendung vermeiden. Das Reduziert den landwirtschaftlichen Wasserverbrauch.
• Wasser sparen: Kürzer duschen, Regenwasser zum Gießen nutzen, wassersparende Armaturen verwenden und den Garten nur morgens oder abends punktuell bewässern.
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Der Text ist eine leicht redigierte und gekürzte Pressemitteilung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW).
Im Original gibt es weitere Informationen über den Zusammenhang zwischen (Trink-) Wasser und Wald und den FAQ zur Trockenheit.
Die SDW bei Waldfreund.in.
Foto: Niedrigwasser am Bodensee
