Lebensraum für Waldfledermausarten
Neues Großprojekt schützt Waldfledermausarten, erhält deren Lebensraum und fördert klimaresiliente Wälder.
Hamburg, 23. Juli 2026. Im Frühjahr hat ein bundesweites Verbundprojekt zum Schutz von Waldfledermäusen begonnen. Unter Leitung der Naturstiftung David arbeiten zehn Partnerorganisationen aus Naturschutz und Wissenschaft daran, Lebensräume von Waldfledermäusen langfristig zu sichern und ökologisch aufzuwerten.
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert das fünfjährige Vorhaben im Nationalen Artenhilfsprogramm. Es leistet damit einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Ebenso dient das Vorhaben der Stärkung resilienter Waldökosysteme.
Die nachtaktiven Waldfledermäuse verstecken sich tagsüber in Bäumen. Bei Einbruch der Dunkelheit gehen sie auf Insektenjagd. Die lautlosen Jäger der Baumkronen sind auf strukturreiche Wälder mit alten Bäumen, Höhlen und hohem Insektenreichtum angewiesen. Wo sie geeignete Lebensbedingungen finden, profitieren zahlreiche weitere Arten – sie sind damit Schirmarten und wichtige Botschafter für lebendige Wälder.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen vier Arten: Mopsfledermaus, Bechsteinfledermaus, Rauhautfledermaus und Kleinabendsegler. Als typische Waldbewohner zeigen sie an, wo ökologische Prozesse in Wäldern intakt sind.
Gemeinsam wirksam in der Fläche
„Gemeinsames Denken und Handeln macht Naturschutz besonders erfolgreich. Mit unserem Netzwerk bringen wir Fachwissen, praktische Erfahrung und Engagement aus ganz Deutschland zusammen“, sagt Jana Planek, Leiterin des Verbundprojektes. Die Projektpartner setzen über 60 Maßnahmen in Staats-, Kommunal- und Kirchenwäldern ebenso wie in Stiftungs- und Privatwald um. Dazu gehören unter anderem der Schutz und die Entwicklung von Habitatbäumen und Waldrefugien, die Sicherung von Höhlenstrukturen und Quartierbäumen sowie die Aufwertung von Jagdhabitaten und Waldrändern.
Ergänzend sind rund 70 Fortbildungen geplant, um Wissen zum Schutzmanagement in die Forstpraxis zu bringen und Akteure über den Verbund hinaus zu vernetzen.
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Der Text ist eine redigierte und gekürzte Pressemitteilung der Deutschen Wildtier-Stiftung.
Mehr von der Stiftung bei Waldfreund.in.
Foto: Fledermaus fotografiert im Tierpark Hellabrunn München von Manfred Gerber / pixelio.de
