Holzeinschlag 2025 leicht gesunken

Holzeinschlag 2025 leicht gesunken

18. Mai 2026 Aus Von waldreporter

Laut Statistischen Bundesamt sanken 2025 Holzeinschlag und Schadholzaufkommen.

Wiesbaden, 18. Mai 2026. Forstleute und Waldbesitzende haben in Deutschland im vergangenen Jahr 57,3 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Damit lag der Holzeinschlag 6,4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 61,2 Millionen Kubikmetern. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war der Rückgang vor allem auf den stark gesunkenen Schadholzeinschlag (Holzeinschlag aufgrund von Waldschäden) zurückzuführen.

Die Schadholzmenge lag 2025 bei 12,7 Millionen Kubikmetern. Das entspricht einem Rückgang um 53,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 27,3 Millionen Kubikmeter). Nach dem Rekordjahr 2020, in dem man mit 60,1 Millionen Kubikmetern das höchste Schadholzaufkommen seit Beginn der Zeitreihe 1990 verzeichnete, geht der Wert damit zum fünften Mal in Folge zurück. Sein Anteil am gesamten Holzeinschlag sank im Jahr 2025 auf 22,1 Prozent. 2020 lag er noch bei knapp drei Vierteln (74,8 %).

Weniger Fichtenholz

Insektenbefall bleibt bedeutendste Ursache für Schadholzaufkommen. 7,9 Millionen Kubikmeter Schadholz gingen auf dessen Konto. Das war gut die Hälfte (53,1 %) weniger als im Vorjahr (2024: 16,8 Millionen Kubikmeter) und gut vier Fünftel (81,8 %) weniger als im Rekordjahr für Schadholzeinschlag 2020 (43,3 Millionen Kubikmeter).

Weitere nennenswerte Ursachen für Schadholzeinschlag waren Trockenheit sowie Winde und Stürme. Auch diese Kategorien verzeichneten deutliche Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr: Der durch Trockenheit bedingte Schadholzeinschlag sank von 2,5 Millionen Kubikmetern im Jahr 2024 um 27,7 Prozent auf 1,8 Millionen Kubikmeter in 2025. Der durch Winde und Stürme verursachte Schadholzeinschlag fiel von 3,5 Millionen Kubikmetern im Vorjahr auf 1,2 Millionen Kubikmeter – ein Rückgang von 66,7 Prozent.

Vom gesamten Einschlag entfielen 32,4 Millionen Kubikmeter auf die Holzartengruppe „Fichte, Tanne Douglasie und sonstiges Nadelholz“. Ein Rückgang um 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 37,7 Millionen Kubikmeter). Fichtenholz bleibt dennoch die am häufigsten verfügbare Holzart. Mit deutlichem Abstand folgen Kiefern- und Lärchenholz mit 13,2 Millionen eingeschlagenen Kubikmetern sowie Holz der Holzartengruppe „Buche und sonstiges Laubholz“ mit 9,9 Millionen Kubikmetern. Auf Eichen- und Roteichenholz entfielen 1,9 Millionen Kubikmeter.

Wenig Brennholz

Der deutlich geringere Holzeinschlag im Vergleich zu den durch Borkenkäferbefall geprägten Jahren 2020 und 2021 deutet darauf hin, dass die Forstleute und Waldbesitzenden einen Großteil der geschädigten Bäume bereits entnommen haben. Fichtenbestände gelten als besonders anfällig für Schädlingsbefall. Insbesondere die durch Trockenheit oder andere Faktoren geschwächten.

Der Großteil des eingeschlagenen Holzes findet als sogenanntes Stammholz Verwendung in der Säge- und Furnierindustrie, etwa als Paletten- oder Parkettholz. 32 Millionen Kubikmeter und damit 55,9 Prozent der angefallenen Holzmenge waren dafür bestimmt. Etwa 11,8 Millionen Kubikmeter (20,6 %) gingen an die Holzwerkstoffindustrie beziehungsweise Papier- und Zellstoffindustrie. Auf Energiegewinnung entfielen 10,7 Millionen Kubikmeter (18,7 %).

 

Der Text ist eine redigierte Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis).
Mehr dazu bei Waldfreund.in.