Die Zierde der Alpen

Die Zierde der Alpen

19. Februar 2026 Aus Von waldreporter

Österreich hat wieder einen Baum des Jahres: die Lärche. Mit ihren leuchtenden Farben ist sie eine Zierde der Alpen.

Wien, 19. Februar 2026. Das Kuratorium Wald mit Sitz in Wien hat zusammen mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft die Lärche als Baum des Jahres 2026 in Österreich gekürt.

Mit der Europäischen Lärche (Larix decidua) haben die Partner eine für die Alpen bedeutsame Baumart vor den Vorhang geholt. Sie ist eine eindrucksvolle Erscheinung. Die leuchtenden Farben wechseln im Jahresverlauf. Im inneralpinen Raum prägt der Baum Gebirgszüge, Hochplateaus, Täler und Wälder. Ausgesprochen frosthart, sturmfest und robust gegenüber Schneebruch und Steinschlag spielt sie eine wesentliche Rolle im Schutzwald.

Wertvolles Holz

Forstleute und Waldbesitzende schätzen sie aufgrund ihres gut verarbeitbaren und witterungsbeständigen Holzes. Als beständiger Habitatbaum bietet sie Lebensraum und Nahrung. Ihre gehaltvollen Samen dienen vielen Vogelarten als Futter. Die lichten Kronen der Lärchen ermöglichen einen reichen Unterwuchs. Diesen Umstand nutzt der Mensch seit langer Zeit mit der Verflechtung von Lärchenwäldern und Viehweiden und hat damit das Vorkommen der Lärche in manchen Gebieten deutlich gefördert.

Die Lärche kann ein hohes Alter erreichen

Die Lärche wirft als einziger heimischer Nadelbaum ihre Nadeln ab. Nach dem ersten Frost im Herbst verfärben sich die Nadeln der Lärche goldgelb. Noch vor dem Winter fallen sie ab und bilden wertvollen Humus.

In Österreich findet man die lichtliebende Baumart vor allem in Höhen von 1000 bis 2200 Metern. Für gewöhnlich wird sie 25 bis 45 Meter hoch, in Ausnahmefällen sogar über 50 Meter. Lärchen können ein Alter von über 1000 Jahren erreichen. Meist liegt ihre natürliche Lebenszeit allerdings bei 500 bis 800 Jahren. Wachsen sie in Einzellage, können sie imposante Größen mit Stammdurchmessern von bis zu zwei Metern erlangen.

 

Der Text ist eine redigierte Pressemitteilung des Kuratoriums Wald. Das Original findet sich hier.

2024/2025 kürte das Kuratorium Stiel- und Traubeneiche, 2023 die Eberesche und 2022 die Kiefer – Waldfreund.in berichtete.

Foto: © Daniel Stricker von Pixelio