Wertvolle Eichen aus dem Reichswald

Wertvolle Eichen aus dem Reichswald

17. März 2025 Aus Von waldreporter

BaySF bringt dicke und wertvolle Laubholzstämme aus dem Nürnberger Reichswald auf den Markt, darunter viele Eichen.

Nürnberg, 17. März 2025. Der Reichswaldbetrieb Nürnberg hat zum ersten Mal in der Geschichte der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) an einer Laubholzsubmission teilgenommen. In Ebrach und Arnstein stehen besonders wertvolle Laubholzstämme zum Verkauf an den Meistbietenden. Der Kundenkreis stammt vor allem aus dem Bereich der Furnierherstellung, der Fassproduktion und des Möbelbaus.

Nürnberg geht mit einem ganzen Schwung dicker Eichenstämme ins Rennen: Die 24 Festmeter stammen aus dem Forstrevier Kalchreuth. Dort stehen viele wertvolle Eichen, die für eine Nutzung im Premiumsegment geeignet sind. Generationen von Försterinnen und Förstern haben diese Eichen für diesen Zweck gepflegt.

Diese Art der Nutzung steht aber nicht bei allen Eichen im Forstbetrieb Nürnberg im Vordergrund. Dort gibt es auf vielen Flächen einen überproportional großen Anteil an Biotopeichen. Diese sind im Gegensatz zu den Eichen der Submission Lebensraum für viele Tierarten. Sie stehen unter besonderem Schutz.

Naturschutz und Holznutzung vereint

Christoph Francke, stellvertretender Forstbetriebsleiter vom Forstbetrieb Nürnberg sagt: „Es ist uns eine große Freude, dass der Forstbetrieb Nürnberg an der Laubholzsubmission teilnimmt.“ Einer der wichtigsten Grundsätze der BaySF laute „schützen und nützen“ – und der treffe vollumfänglich auch auf die Eichenbewirtschaftung zu: „So vereinbaren wir auf einer Fläche Naturschutz und Holznutzung.“ Unterstützung bekommt Francke in der Aufnahme der Stämme von Forstreferendar Elmar Wörner, der seit Herbst am Forstbetrieb in alle wichtigen Prozesse hineinschnuppern kann.

Die Eichen aus Nürnberg sind die ersten ihrer Art auf einer Laubholzsubmission der BaySF – sie werden allerdings nicht die letzten sein: Der Waldumbau im Reichswald hin zu klimaangepassten Laubholzbeständen ist im vollen Gange und bringt in Zukunft viele Flächen mit Eiche hervor. Es ist also davon auszugehen, dass die Reichswaldeichen künftig häufiger auf Submissionen vertreten sein werden.

 

Dieser leicht redigierte Text ist eine Pressemitteilung von BaySF.
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Foto: © Christoph Francke / BaySF