
Zum Tag des Waldes 2025: Wie der Wald uns nährt
„Wälder und Nahrung“ lautet das Motto des Internationalen Tag des Waldes 2025, morgen, Freitag, 21. März.
Stuttgart, 20. März 2025. Morgen ist der Internationale Tag des Waldes. Das diesjährige Motto lautet „Wälder und Nahrung“. Es soll die Aufmerksamkeit auf den Stellenwert gesunder Wälder für die Lebensmittelversorgung lenken.
Ziel des offiziellen Jahrestages der Vereinten Nationen ist es, zu einer nachhaltigen Waldnutzung aufzurufen und daran zu erinnern, wie wichtig Wälder für uns Menschen sind. Die Webseite zum Tag des Waldes soll in fachlicher Kooperation mit der Waldschutzorganisation PEFC über die Bedeutung des Themas für Deutschland informieren.
Wir Menschen sind auf vielfältige Weisen auf gesunde Wälder angewiesen. Denn sie leisten einen unschätzbaren Beitrag zum Klimaschutz, liefern den erneuerbaren Werk- und Baustoff Holz und dienen uns als Freizeit- und Erholungsort. Zum Schutz und nachhaltigen Umgang mit dem Wald rief die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization, FAO) bereits 1971 den „Internationalen Tag des Waldes“ ins Leben. Mit dem diesjährigen Motto „Wälder und Nahrung“ weist die FAO auf die zahlreichen Abhängigkeiten der weltweiten Nahrungsversorgung von gesunden Wäldern hin.
Sie stillen den Durst
Von den Wurzeln bis zu den Baumkronen bieten Wälder eine unerschöpfliche Vielfalt an Nahrungsangeboten für Tiere und Menschen. Pilze, Nüsse, Früchte und Wildfleisch sind nur einige Beispiele dafür, wie Wälder unsere Teller füllen. Wälder sind zudem die größten Süßwasserspeicher der Welt und liefern 75 Prozent des weltweit verfügbaren Süßwassers – etwa für den häuslichen und landwirtschaftlichen Bedarf. Außerdem bedeutet eine große Artenvielfalt in den Wäldern eine hohe Anzahl an Insekten, die als Bestäuber für den Obstbau und die Landwirtschaft unerlässlich sind. In nicht industrialisierten Gegenden der Erde sind intakte Wälder für das Überleben und die Ernährung waldabhängiger Gemeinschaften, insbesondere indigener Völker, essenziell.
Die Forstwirtschaft sorgt auch darüber hinaus für ein Auskommen: Sie ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, der Arbeitsplätze und das Einkommen vieler Menschen sichert. Die jährlichen Einnahmen aus der Produktion von Rundholz, Schnittholz, Platten, Zellstoff und Papier belaufen sich weltweit auf rund 600 Milliarden US-Dollar. Damit bietet der Wald über 50 Millionen Menschen auf der Erde Arbeit und eine Lebensgrundlage.
Holz ist ein unverzichtbarer Bestandteil des täglichen Lebens für 2,4 Milliarden Menschen – also etwa für ein Drittel der Weltbevölkerung: Beim Heizen mit Holz oder auch als Brennstoff zum Kochen spielt es eine entscheidende Rolle.
Dennoch großer Waldverlust
Trotz der politischen Anerkennung der Bedeutung des Waldes für Umwelt und Menschheit beträgt der weltweite Netto-Waldverlust derzeit schätzungsweise 3,3 Millionen Hektar pro Jahr. Das Konzept der nachhaltigen Waldbewirtschaftung, das PEFC auf allen Kontinenten verfolgt, begehrt dagegen auf: Es hat dauerhaft gesunde Wald-Ökosysteme zum Ziel und stellt damit eine Schlüsselkomponente zur globalen Nahrungsmittelsicherung und zur Ernährung von rund 815 Millionen Menschen, die weltweit Hunger leiden, dar. Laut der FAO haben mehr als 20 sogenannte Entwicklungsländer ihre Ernährungssicherheit verbessert, während sie gleichzeitig ihren Waldbestand erhalten oder sogar erhöht haben.
Wälder im Sinne künftiger Generationen zu bewirtschaften, bedeutet beispielweise, neue Baumarten, die dem Klimawandel standhalten können, anzupflanzen. Außerdem trägt eine möglichst große Artenvielfalt zu einem intakten Wald bei. Als Biotopholz im Wald belassene, abgestorbene Bäume bieten unzähligen Insekten, Pflanzen und Mikroorganismen einen Lebensraum. Freiwillige Regelwerke helfen dabei, eine zukunftsfähige und nachhaltige Waldbewirtschaftung umzusetzen.
Nach Angaben von PEFC ist die Waldzertifizierung nach ihrem Standard die am weitesten verbreitete. Die Anforderungen umfassen dabei ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte. Der „Benchmark-Standard“ von PEFC International berücksichtigt die Interessen indigener Völker ausdrücklich. Die Waldstandards von PEFC Deutschland machen verbindliche Vorgaben zum Schutz von Insekten und zum sogenannten Wildmanagement. „Ein intakter Wald ist für uns alle lebensnotwendig. Mit dem Zertifikat von PEFC Deutschland weisen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer ihren besonderen Einsatz für den Wald glaubwürdig und transparent nach. Weltweit bedeutet das Siegel von PEFC transparente Lieferketten und Nachhaltigkeit – vom Wald bis zum Produkt“, sagt Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer Deutschland.
Der Text ist eine gekürzte Pressemitteilung von PEFC.
Das Thema „Tag des Waldes“ bei Waldfreund.in.
Foto: Die Esskastanie gehört zu den Delikatessen unserer Wälder (© PEFC/Kollaxo).