Märzenbecher eröffnen den Reigen der Frühblüher

Märzenbecher eröffnen den Reigen der Frühblüher

28. Februar 2022 Aus Von waldreporter

Alte Buchenwälder wie der Nationalpark Hainich entfalten jetzt ihre Blütenpracht.

Es ist soweit: Am 1. März beginnt der meteorologische Frühling. Die Zeit der Blüten. Eine der ersten, die den Kopf aus dem braunen Laub strecken, ist der Märzenbecher, auch Märzglöckchen oder Frühlings-Knotenblume genannt. Sein bevorzugter Standort sind lichte Wälder.

Eines der schönsten Habitate mit diesem Frühblüher ist der Nationalpark Hainich, der zusammen mit anderen alten Buchenwäldern in Europa zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Die ersten Blüten sind bereits im Nationalpark zu bewundern. Insofern ist ein Spaziergang, beispielsweise auf dem Naturpfad Thiemsburg entlang des Steingrabens, derzeit besonders lohnenswert. Aufgrund der Stürme in den vergangenen und kommenden Tagen ruft die Nationalparkverwaltung allerdings zu besonderer Vorsicht auf.

„Der Anblick der weiß leuchtenden Märzenbecher ist ein Genuss für alle Sinne“, sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann. Wie in allen deutschen Nationalparks gilt auch im Nationalpark Hainich das Motto „Natur Natur sein lassen“. Sogenannte waldtypische, sich aus der Natur ergebende Gefahren werden hier grundsätzlich nicht beseitigt. Absterbende und abgestorbene Bäume werden weder gefällt noch umgezogen, sondern stürzen auf natürliche Weise zusammen und verbleiben dann als ökologisch wertvolles Totholz im Wald.

In den Buchenwäldern ist jetzt die Zeit, in der besonders viel Licht auf den Erdboden fällt, solange die Bäume noch kein Laub tragen. Daher beginnt jetzt die „Rallye“ der Frühblüher. Der Märzenbecher ist einer der ersten, es folgen der Lerchensporn, das Buschwindröschen und noch einige andere…

Zur Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung geht es hier.

 

Foto: Märzenbecher hier am Steingraben im Nationalpark Hainich / Carolin Mölich