Brennholz kein Bauholz

Brennholz kein Bauholz

14. August 2023 Aus Von waldreporter

Der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik weist darauf hin, dass Brennholz immer anfällt – nie taugt der ganze Stamm als Bauholz.

Frankfurt am Main, 10. August 2023. In politischen Diskussionen und von Umweltverbänden wird immer wieder gefordert, dass Holz ausschließlich zu hochwertigen Möbeln und Konsumgütern verarbeitet oder als Baustoff verwendet werden soll. Vor diesem Hintergrund weist der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. darauf hin, dass es sich bei Brennholz, das Forstbetriebe an private Ofenbesitzer verkaufen, um minderwertige Hölzer oder Käferholz handelt.

Dieses Holz sei für die Verarbeitung in Sägewerken nicht geeignet und somit für die Möbel- und Bauindustrie wertlos. Brennholz fällt bei der regelmäßigen Waldpflege, der Durchforstung und bei der Beseitigung von Sturmschäden an. Diese minderwertigen Stämme sowie das Kronenholz werden regional als Brennholz vermarktet. In Bezug auf die Fichte gilt: Ist eine Fichte vom Borkenkäfer befallen, sollte sie als Schadholz innerhalb von sechs Wochen aus dem Wald entfernt werden, bevor der Käfer weitere Bäume befällt.

Signifikante Preisunterschiede

In der Regel verdeutlichen die Preise, dass es unterschiedliche Qualitäten gibt. Bauholz ist hochwertiges Stammholz, das auch als Langholz bezeichnet wird. Dieses wird international gehandelt und unterliegt der weltweiten Preisentwicklung. Vergleicht man die Preise von den Landesforsten, die Rohholz aus Privat-, Kommunal- und Staatswäldern vermarkten, kommt man zu einem klaren Ergebnis: Buche als Brennholz kostet rund 70 Euro pro Festmeter, während das hochwertige Stammholz ab 125 Euro pro Festmeter gehandelt wird. Bei Eiche sind die Preisunterschiede noch deutlicher – hier beginnen die Preise für Stammholz bei rund 300 Euro für den Festmeter. „Die Preisdifferenz für Bauholz und Brennholz verdeutlicht, dass es sich um zwei unterschiedliche Produkte handelt“, sagt Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI. „Für Waldbesitzer ist es aus wirtschaftlicher Sicht sinnlos, hochwertige Hölzer als Brennholz zu vermarkten.“

Warum Brennholz aus heimischen Wäldern kommen sollte

Der Verkauf von Brennholz ist für die deutsche Forst- und Landwirtschaft eine wichtige Einnahmequelle. Mit diesen Einnahmen decken Waldbesitzer die Kosten für die Waldpflege und für die Instandhaltung der Waldwege. Würde dieses Restholz nicht als Brennholz verkauft, wären zudem höherwertige Hölzer entsprechend teurer, da eine wichtige Einnahmequelle fehlte.

Grundsätzlich sollten Verbraucherinnen und Verbraucher darauf achten, dass ihr Brennholz aus der Region kommt. Regional geerntetes Holz gewährleistet kurze Transportwege. Zudem fließt der Erlös auch in den Umbau der Wälder von Monokulturen in widerstandsfähige Mischwälder sowie die Wiederbewaldung von Kahlflächen, verursacht durch Stürme oder Schädlingsbefall.

 

 

Der Text ist eine Pressemitteilung des HKI.
Weitere Informationen unter www.ratgeber-ofen.de (das Internetportal rund um das Kaminfeuer ist eine Dienstleistung des HKI).
Mehr über das HKI bei Waldfreund.in.