Bitte nicht füttern!

Bitte nicht füttern!

22. Dezember 2022 Aus Von waldreporter

Rehe und andere Wildtiere sind im Winter meist nicht auf menschliche Hilfe angewiesen – Verhaltenstipps gibt der Jagdverband, schöne Feiertage wünscht Waldfreund.in.

Heimische Wildtiere sind nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes (DJV) nicht auf den Menschen angewiesen, auch nicht bei tiefen Minusgraden. Der Verband warnt: Unsachgemäße Fütterung könne erheblichen Schaden anrichten. Gewürzte Lebensmittel jeglicher Art könnten schwere Koliken auslösen und sogar zum Tod führen.

Vor allem Pflanzenfresser reagieren sehr empfindlich, sie fasten im Winter und schalten auf Sparflamme. Um den Energiebedarf gering zu halten, bewegen sie sich möglichst wenig und reduzieren sogar die Körpertemperatur. „Wildtiere brauchen im Winter Ruhe und keine Kuchenreste“, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Detlef Zacharias.

Jäger füttern Pflanzenfresser wie Rehe oder Hirsche nur, wenn die Behörde bei ganz speziellen Witterungsverhältnissen eine „Notzeit“ ausruft. Artgerechtes Futter ist beispielsweise Heu. Anpassungsfähige Allesfresser wie Wildschwein, Fuchs oder Waschbär finden selbst im Winter ausreichend natürliche Nahrung. Essensreste hingegen locken die Tiere in menschliche Siedlungen, wo sie in Haus und Garten Schäden verursachen oder an verdorbenen Lebensmitteln erkranken können. Deshalb sollten Rest- und Biomüll für Wildtiere unzugänglich sein.

 

Der Text beruht auf einer Pressemitteilung des DJV. Für den Umgang mit Wildtieren im heimischen Garten hat der Jagdverband die Broschüre „Wildtiere in der Stadt“ herausgegeben. Es gibt sie hier als PDF.

Foto: © Rolfes / DJV