Brennholz: Vorräte schon im Frühjahr auffüllen
Der Verband HKI rät, gleich nach der Heizsaison im Frühjahr neues Brennholz einzulagern.
Frankfurt am Main, 11. Mai 2026. Der lange und strenge Winter hat die privaten Holzlager schrumpfen lassen. Damit die Vorräte vor der nächsten Heizsaison aufgefüllt sind, empfiehlt der HKI Industrieverband Heiz- und Küchentechnik e.V., Frankfurt am Main, bereits direkt nach der Heizsaison neues Brennholz einzulagern.
Brennholz aus deutschen Forsten ist Restholz und fällt in der Regel bei der Waldpflege und der Beseitigung von Sturmschäden an. Forstleute und Waldbesitzende vermarkten die minderwertigen oder beschädigten Stämme sowie das Kronenholz meist im Frühjahr als Brennholz. Der Bezug beim Forstamt erfolgt in der Regel über sogenannte „Polter“. Das Forstamt weist dem Selbstabholer markierte Holzstämme am Wegrand zu. Wer Brennholz haben will, muss dieses Holz sägen, spalten und abtransportieren. Kommt bei der Selbstabholung eine Motorsäge zum Einsatz, ist ein entsprechender Motorsägen-Führerschein vorzuweisen. Zudem ist sachgemäße Kleidung wie Helm mit Sichtschutz, Gehörschutz, Handschuhe, Sicherheitsschuhe sowie eine Hose mit Schnittschutz zu tragen.
Brennholz muss trocknen
Der Raummeter trockenes Hartholz hat ungefähr den Heizwert von 200 Litern Heizöl. Damit Holz umweltgerecht verbrennt, sollte die sogenannte Restfeuchte nicht mehr als 20 Prozent betragen. Bei frischen Scheiten führt der zu hohe Wasseranteil zu einer unvollständigen Verbrennung, starker Rauchentwicklung und hohen Emissionen. Erst nach ausreichender Lagerung an einem gut belüfteten und trockenen Ort, erreicht Holz die optimale Restfeuchte. Darüber hinaus beraten Schornsteinfeger und der örtliche Brennholzhandel zu dieser Thematik.
Kaminfertiges Brennholz liefert der Brennholzhändler
Wer kaminfertiges Holz bevorzugt, kann dieses bei lokalen Brennholzhändlern beziehen. Diese bieten ofenfertiges, das heißt getrocknetes und gespaltenes Brennholz in festen Längen an. Sie liefern es auf Wunsch bis vor die Haustür. Dieses Holz ist zwar teurer, erspart dem Kunden aber viel Arbeit.
Der HKI rät Verbraucherinnen und Verbrauchern, grundsätzlich darauf zu achten, dass das Brennholz aus der Region stammt. Ein guter Hinweis ist das Qualitätszeichen „Kooperation Sauberes Holzfeuer“ des Brennholzhandels. Dieses zertifizierte Qualitätsholz stammt garantiert aus regionaler und nachhaltiger Forstwirtschaft.
Eine Alternative sind Holzbriketts aus Sägespänen. Auch hierfür dient Restholz als Ausgangsmaterial. In Sägewerken fallen über 30 Prozent der Produktion als Verschnitt an. Holzbriketts sind ein genormter Brennstoff und verbrennen, unter Beachtung der Bedienungsanleitung des Ofenherstellers, besonders sauber. Um die Regionalität sicherzustellen, genügt ein Blick aufs Etikett. Auf diesem ist das Produktionsland bzw. der Ort der Produktionsstätte angegeben.
Weitere Informationen im „Ratgeber Ofen“ des HKI und beim Bundesverband Brennholz.
Der Text ist eine redigierte Pressemitteilung des HKI.
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