Spitzenstämme aus Sachsen erzielen hohe Preise
Wertvolle Bäume aus privaten, kommunalen, kirchlichen und staatlichen Wäldern in Sachsen erzielen hohe Preise auf dem Holzmarkt – Spitzenstämme bis zu 3000 Euro.
Dresden, 2. April 2026. Bei der 27. Säge- und Wertholzsubmission − eine Versteigerung nach schriftlich eingereichtem Gebot − haben in Sachsen 397 hochwertige Stämme gut zahlende Käufer gefunden. 40 Betriebe aus dem privaten, kommunalen, kirchlichen und staatlichen Waldbesitz verkauften ihr Holz.
Die Nachfrage war groß: Aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland kamen Interessenten auf den Submissionsplatz in die Dresdner Heide. Die Käufer verarbeiten die Stämme nun zu hochwertigen und langlebigen Holzprodukten.
Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch sagt, für die sächsischen Waldbesitzer sei die Submission eine gute Möglichkeit, ihre wertvollen Stämme einem breiten Publikum anzubieten. Gerade für den Kleinprivatwald könnten so einzelne hochwertige Stämme einen besseren Absatz finden. Die hohe Qualität des Holzes sei bei Käufern geschätzt. Die Erlöse seien für die Waldbesitzenden eine wichtige Einnahmequelle. „Das Spitzenholz aus Sachsen wird in hochwertigen Holzerzeugnissen wie edlen Möbeln, Furnieren oder Musikinstrumenten weiterleben. Das ist nachhaltige Forstwirtschaft und steht im besten Sinne für eine ökologische Wertschöpfung der Ressource Holz“, so von Breitenbuch.
Der Durchschnittserlös bei der diesjährigen Submission lag bei 615 Euro pro Kubikmeter Holz. Thomas Rother, Abteilungsleiter Forstbetrieb bei Sachsenforst, weist darauf hin, dass die Bäume mindestens 150 Jahre alt sind. „Dafür braucht es generationenübergreifende Geduld und Ausdauer beim jeweiligen Waldbesitzer. Die guten Preise sind die Wertschätzung für eine langjährige Pflege der Bäume, vor allem durch die Vorgängergenerationen.“
Kleinwaldbesitzer profitieren
Sachsenforst unterstützt mit der Wertholzsubmission den privaten und körperschaftlichen Waldbesitz. „Mit der Wertholzsubmission bieten wir eine Plattform, für die hochwertigsten Stämme. Besonders für kleinere Waldbesitzer ist eine Vermarktung sonst nicht möglich. Über die Submission finden spezialisierte Holzkunden und Waldbesitzer zusammen“, erläutert Rother.
Den höchsten Holzerlös je Kubikmeter erzielte dieses Jahr eine Stieleiche eines privaten Waldbesitzers aus dem Forstbezirk Leipzig. Für insgesamt 3179 Euro (2012 Euro je Kubikmeter) erwarb ein Furnierhersteller aus den Niederlanden den 71 Zentimeter starken und 4,0 Meter langen Stamm.
Auf der diesjährigen Submission waren Einzelstämme von 17 unterschiedlichen Baumarten im Angebot. Vor allem Stiel- und Traubeneichen (435 Kubikmeter) sowie Roteichen (67 Kubikmeter) und Eschen (38 Kubikmeter) trugen zur insgesamt angebotenen Menge von über 700 Kubikmetern Wertholz maßgeblich bei. Fichte (56 Kubikmeter) und Lärche (44 Kubikmeter) dominierten das Nadelwertholz.
Der Text ist eine redigierte und gekürzte Pressemitteilung von Sachsenforst. Hier das Original.
Sachsenforst bei Waldfreund.in
Foto: Hochwertige Eichenstämme auf dem Submissionsplatz in der Dresdner Heide / © Thomas Rother, Staatsbetrieb Sachsenforst
