Bergwaldprojekt: Naturschutz für Freiwillige

Bergwaldprojekt: Naturschutz für Freiwillige

18. Dezember 2025 Aus Von waldreporter

Kahlflächen wiederbewalden, Moore wiedervernässen, bedrohte Arten schützen
das Bergwaldprojekt bietet auch 2026 wieder Möglichkeiten zum aktiven Naturschutz für Freiwillige.

Höchberg, 18. Dezember 2025. Mit 172 Freiwilligen-Projektwochen und zahlreichen Tageseinsätzen wird das Bergwaldprojekt 2026 wieder für die Erhaltung und Wiederherstellung der Ökosysteme aktiv. Mehr als 5000 Freiwillige werden dazu an 91 Standorten von den Küsten bis zu den Alpen und von der Lausitz bis in die Eifel erwartet.

Freiwillige können sich auf der Webseite bergwaldprojekt.de anmelden, um sich für Wiederbewaldung, Artenschutz und Moorwiedervernässung zu engagieren. Partner der Arbeitseinsätze sind 2026 unter anderem fast alle Landesforsten in Deutschland, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt Naturerbe GmbH und fast alle Wald-Nationalparks in Deutschland.

Hilfe für Ökosysteme in kritischem Zustand

Die Ökosysteme der Erde sind in einem kritischen Zustand. Durch die menschengemachte Klimakatastrophe und andere starke Beschädigungen der globalen Kreislaufsysteme ist das Überleben und das Wohl der Menschen und anderer Lebewesen in Gefahr.

Zur Erhaltung und Wiederherstellung der Ökosysteme organisiert das Bergwaldprojekt deshalb seit 1991 ökologische Arbeitseinsätze mit Freiwilligen in Wäldern, Mooren und Offenlandbiotopen. Die Freiwilligen unterstützen Wälder in ihrer natürlichen Entwicklung durch Pflanzungen und Pflegemaßnahmen, vernässen trocken gelegte Moore und renaturieren Wildbäche. Sie pflegen Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten und sanieren Schutzwälder.

Nicht hoffen, handeln

„Wir müssen jetzt handeln, statt nur hoffen: Wir sind mehr denn je gefordert, die vielfach geschädigten Ökosysteme in ihrer Anpassung an die Klimakrise zu unterstützen,“ sagt Stephen Wehner, geschäftsführender Vorstand des Bergwaldprojekts. Das gelinge nur, wenn sich viele daran beteiligen.

2026 organisiert das Bergwaldprojekt 143 einwöchige Arbeitseinsätze mit freiwilligen Erwachsenen, Jugendlichen, Familien und Menschen mit Behinderung in Wäldern und Biotopen in ganz Deutschland. Zusätzlich führt der Verein 29 Projektwochen mit Bildungs- und Jugendhilfeeinrichtungen durch.

Keine Kosten für die Freiwilligen

Erstmalig finden Einsätze im kommenden Jahr in Bad Wildbad im Schwarzwald und Schurwald am Fuße der Schwäbischen Alb mit Biotop- und Waldpflege, Schmiedefeld am Rennsteig im Thüringer Wald, Daubaner Heidemoor in der Lausitz und im Naturschutzgebiet Truffvenn in der Eifel jeweils mit Moorwiedervernässung und in Meckenbach in Hunsrück-Hochwald mit Erosionsschutz statt.

Erfahrene Försterinnen und Förster sowie Landschaftsökologen des Bergwaldprojekts leiten die freiwilligen Helfer an. Die Arbeitseinsätze finden stets in Zusammenarbeit mit örtlichen Forst- und Naturschutzverantwortlichen und in öffentlichen Wald- und Naturschutzgebieten statt. Die Teilnahme ist für alle Freiwilligen kostenfrei, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Zum vollständigen Jahresprogramm 2026 und zur Anmeldung: www.bergwaldprojekt.de/mitmachen.

 

Der Text ist eine leicht redigierte Pressemitteilung von Bergwaldprojekt.
Mehr über Bergwälder bei Waldfreund.in.

Foto: Pflanzung von Weißtanne bei einem Freiwilligen-Einsatz des Bergwaldprojekts in Bad Tölz
© Joshi Nichell / Bergwaldprojekt e.V.