„Brennholz keine Konkurrenz zum Bauholz“
Regional erzeugt, regional genutzt – Brennholz taugt nicht als Bauholz – wichtige Einnahmequelle der Forstwirtschaft – keine Konkurrenz
Frankfurt am Main, 29. Dezember 2025. Brennholz ist ein regionales Produkt. Die Ernte von Brennholz und die Nutzung von Brennholz liegen meist nahe beieinander. Das zeigt eine Umfrage des HKI Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V. unter Besitzerinnen und Besitzern von Holzfeuerungen. Das Ergebnis der Studie soll belegen, dass der allergrößte Teil des verwendeten Brennholzes aus dem regionalen Umfeld stammt: Aus dem eigenem Wald, vom Forstbetrieb oder Landwirt, oder dem örtlichen Brennholzhändler.
An der Umfrage haben mehr als 900 Besitzer von Holzfeuerungen teilgenommen. Dabei kam heraus, dass der Großteil des Brennholzes aus der unmittelbaren Umgebung stammt: 32 Prozent nennen das eigene Waldstück, 30 Prozent den Forstbetrieb oder Landwirt, 26 Prozent den örtlichen Brennholzhändler als Bezugsquelle. Nur 12 Prozent gaben an, ihr Brennholz über Baumärkte oder das Internet zu beziehen. In Summe beziehen also fast 90 Prozent der Ofenbesitzer ihr Brennholz aus der heimischen Region. Was so manchen bei den Zahlen erstaunt, ist der hohe Anteil derjenigen, die ihr Holz aus der eigenem Wald holen, doch dieses begründet sich darin, dass über zwei Millionen Bürgerinnen und Bürger einen kleinen Wald bis zu einer Größe von fünf Hektar besitzen.
Auf Qualitätszeichen achten
In diesem Zusammenhang rät der HKI, beim Erwerb von ofenfertigen Holzscheiten darauf zu achten, dass das Brennholz tatsächlich aus der Region stammt. „Ein guter Hinweis ist das Qualitätszeichen ‚Kooperation Sauberes Holzfeuer‘ des Bundesverbandes Brennholzhandel und Brennholzproduktion: Denn dieses Brennholz stamme garantiert aus regionaler und nachhaltiger Forstwirtschaft, so Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI. „Zudem ist die deutsche Forstwirtschaft ein wichtiger Arbeitgeber in ländlichen Regionen“, so Kienle.
Ein häufig geäußerter Einwand lautet, durch das Heizen mit Holz würden wertvolle Rohstoffe verbrannt. Es wäre besser, sie in Häusern oder Möbeln zu verbauen. Diese Betrachtung sei nicht korrekt, so der Indistrieverband. Zum einen stammt ein Großteil des privat genutzten Holzes gar nicht aus dem klassischen Forsthandel, sondern aus der eigenen Grundstückspflege oder von landwirtschaftlichen Betrieben. Dieses Holz falle lokal an, liege in kleinen Mengen vor und sei für eine stoffliche Verwertung weder geeignet noch wirtschaftlich sinnvoll erschließbar.
Für Hausbau und Möbel nicht geeignet
Zum anderen fällt Brennholz aus der Forstwirtschaft bei Durchforstungsmaßnahmen oder nach Sturmschäden an, oder ist minderwertiges oder beschädigtes Stammholz sowie Kronenholz. Dieses Holz, sowie die Abfälle aus der Sägeindustrie, sind weder als Konstruktionsholz im Bauwesen noch für Möbel, Spielgeräte oder Musikinstrumente geeignet. Kienle: „Die energetische Nutzung steht also nicht in Konkurrenz zur stofflichen Nutzung, sondern ergänzt sie sinnvoll – mit eindeutig getrennten Qualitäten und Verwertungen.“ Zudem seien die Einnahmen aus dem Brennholzverkauf eine wichtige Einnahmequelle für die Forstwirtschaft, die dem Waldumbau zugutekommt.
Weitere Informationen unter www.ratgeber-ofen.de.
Der Text ist eine leicht redigierte und gekürzte Pressemitteilung des HKI.
Der HKI bei Waldfreund.in.
